Beeren-Schnecken {Hefe / Beeren / Marmelade / Puderzucker}

0F9E530F-E1BE-4BC1-88C7-6C58296535FA.JPG

Manchmal ist es nur der Blick in den Kühlschrank und sofort ist klar, was auf die nächste Kaffeetafel kommt. In diesem Fall waren es einige Beeren und ein kleines Päckchen frischer Hefe, die mir ins Auge gefallen sind. Also endlich Gelegenheit mal wieder Hefeschnecken zu backen, wunderbar und die Zitronen-Mohnschnecken auf meinem Blog bekommen Gesellschaft. Denn ich muss zugeben, die Liebe zu Hefeschnecken ist viel Größer als der Blog vermuten lässt.

8DEDC853-97D7-4780-AE60-739A32D841DE.JPG

Für das Rezept habe ich eine selbst gekochte Beerenmarmelade verwendet, da könnt ihr aber auch problemlos auf gekaufte zurückgreifen. Die frischen Früchte und die in der Marmelade sollten allerdings harmonieren, ich habe Blaubeeren und Johannisbeeren verwendet, aber auch jede andere Beerenkombi ist möglich.  

Zutaten für den Hefeteig

  • 145ml Milch
  • 2 Tl Honig
  • 25g Hefe
  • 430g Weizenmehl Typ 550
  • ½ Tl Salz
  • 1 Ei
  • 3 El Rohrohrzucker (brauner Zucker funktionier auch gut)
  • 100g Butter
  • 2 El Joghurt oder saure Sahne 

Zutaten für die Füllung

  • 1 kleines Glas Beerenmarmelade (150-200g)
  • 250g frische Beeren, verlesen und gewaschen (z.B.: Heidelbeeren und Johannisbeeren zu gleichen Teilen)

Zutaten für die Fertigstellung

  • 1 Eigelb
  • 2 El Milch oder Sahne
  • 2-3 El Puderzucker
  • 1 Tl Marmelade
  • etwas Wasser

Zubereitung

Die Milch für den Teig leicht erwärmen, Hefe und Honig darin auflösen und einen Moment ruhen lassen. Mehl und Salz mischen. Ei, Zucker, Butter, Joghurt oder saure Sahne zum Mehl geben. Die Hefe-Milch-Mischung ebenfalls hinzufügen. Alles mit den Knethaken der Küchenmaschine oder dem Handmixer zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort für ca. eine Stunde gehen lassen. Dazu stelle ich den abgedeckten Teig gerne in den nur ganz leicht erwärmten Backofen. Die Oberfläche sollte dann besonders gut vor dem Austrocknen geschützt sein.

FullSizeRender.jpg

Den Hefeteig auf einer bemehlten Backmatte in der Größe eines Backbleches ausrollen. Die Marmelade glatt rühren und großzügig auf dem Teig verstreichen. Die Beeren ebenfalls auf dem Boden verteilen. Dabei sollte ein ca. 2cm breiter Streifen am Rand der Längsseite des Bodens frei bleiben. Den Teig von der längeren Seite, die bis zum Rand mit Füllung bestrichen ist, aufrollen. Die Rolle in ca. 4 cm breite Stücke schneiden und diese mit der Schnittfäche nach oben in eine vorbereitete Kranzform setzen. Ich habe einen Silikonkranz verwendet, alternativ bietet sich der Kranzeinsatz einer handelsüblichen Springform an. 

IMG_2509.JPG

Den Backofen auf 175°C Ober-Unterhitze vorheizen. Die Schnecken nochmals für ca. 30 Minuten gehen lassen. Eigelb und Sahne glattrühren und die Schnecken damit vor dem Backen bestreichen. Die Schnecken für ca. 25-30 Minuten backen. Sie sollten goldbraun sein und hohl klingen, wenn man auf den Teig klopft. Die fertigen Schnecken einen Moment abkühlen lassen. Für den Guss alle übrigen Zutaten miteinander verrühren, wobei das Wasser sparsam nach und nach hinzugefügt werden sollte. Wenn der Guss zähflüssig ist wird er mit einem Löffel oder einem Gefrierbeutel über die Schnecken gesprenkelt. 

03C90359-81BF-45FD-A773-5FD833F40A79.JPG

Hefeteig ist lauwarm einfach unschlagbar, schmeckt aber auch am nächsten Tag noch wunderbar! Ich verspreche euch, ihr wollt gar nicht mehr aufhören zu essen. Guten Appetit und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

 

Johannisbeer-Tarte {Johannisbeere / Panna Cotta / Vanille / Marmelade}

IMG_2289.JPG

Hier herrscht gerade große Johannisbeer-Liebe! Vor allem die Kombination aus weiß, rot und schwarz hat es mir angetan, ich bin vollkommen hin und weg! Pur bin ich ja nach wie vor nicht ihr größter Fan, aber auf einer süßen Panna Cotta, fruchtiger Marmelade und einem knusprig süßen Mürbeteig ist die Kombination wirklich großartig. Wenn sich die Dinge in Russland anders entwickelt hätten, könnte man es als weltmeisterlich bezeichnen.

IMG_2294.JPG

Die weißen und roten sind sich geschmacklich recht ähnlich, die schwarzen deutlich herber und vielleicht etwas speziell. Wer die nicht so gerne mag, verzichtet und dekoriert nur mit rot und weiß. Ihr könnt die Beeren natürlich auch einfach so auf die Tarte legen, aber das Muster hat es mir besonders angetan :-) Mein ursprüngliches Lieblinsrezpt für den Mürbeteig von Peggy Porschen habe ich ein wenig abgewandelt und bin sehr happy mit dem Ergebnis.

Zutaten für den Mürbeteig

  • 400g Mehl Typ 405
  • 180g Butter
  • 200g feiner Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tl abgeriebene Zitronenschale
  • getrocknete Hülsenfrüchte (z.B. Kichererbsen) zum Blindbacken

Zutaten für die Panna Cotta

  • 400g Schlagsahne
  • 5 Blatt Gelatine
  • 1 Päckchen Vanillezucker mit Vanilleextrakt

Zutaten für die Fertigstellung

  • je 200g Johannisbeeren in rot, weiß und schwarz
  • 3-4 El Johannisbeer-Himbeer-Marmelade (selbst gemacht oder eine andere gekaufte Beerenmarmelade)

Zubereitung  

Für die Tarte verwende ich meine rechteckige Tarteform von 11x35cm und lege den Boden der Form mit Backpapier aus. Für den Mürbeteig die Butter schmelzen und zusammen mit dem Zucker und dem Ei verrühren. Mehl, Salz und Zitronenabrieb in einer separaten Schüssel vermischen. Die feuchten und die trockenen Zutaten nun rasch vermengen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Das klappt sehr gut mit einem Teigschaber und anschließend mit den Händen. Den Teig in Folie gewickelt für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Für die Tarte verwende ich nur die Hälfte des Teiges. Aus dem Rest backen wir meist Kekse, die das Kuchenkind heiß und innig liebt. Alternativ bereitet ihr nur die Hälfte des oben beschriebenen Rezeptes zu.

IMG_2295.JPG

Nach Ablauf der Ruhezeit den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und die Tartform mit der Hälfe des Teiges sorgfältig auslegen und mit Backpapier und den getrockneten Hülsenfürchten belegen. Den Boden für ca. 15 Minuten backen. Die Tart heraus nehmen, die Hülsenfrüchte und das Backpapier vorsichtig entfernen und die Tarte solange weiter backen bis sie goldgelb und knusprig ist. Die noch heiße Tarte mit 3-4 El Marmelade betreichen und vollständig auskühlen lassen. Die Hülsenfrüchte lagern bei mir in einem großen Glas mit Schraubdeckel und kommen darin zurück sobald sie vollständig ausgekühlt sind.

IMG_2290.JPG

Für die Panna Cotta die Gelatine nach Packungsanweisung einweichen. Sahne und Zucker aufkochen und vom Herd nehmen. Die gründlich ausgedrückte Gelatine unter ständigem Rühren in der Sahne auflösen und die Masse zum Abkühlen in ein kaltes Gefäß geben. Wenn sie sich nur noch lauwarm anfüllt die Panna Cotta vorsichtig, über einen Löffelrücken auf die Marmelade gießen und für mind. 30 MInuten im Kühlschrank anziehen lassen. Die Creme sollte noch nicht vollständig fest sein, die Johannisbeeren sollten aber auch nicht in die Creme einsinken.

IMG_2292.JPG

Nun die Tarte nach Herzenslust mit Johannisbeeren dekorieren und anschließend für mind. 3 Stunden im Kühlschrank vollständig fest werden lassen. Leicht gekühlt schmeckt sich besonders gut und ist gerade an warmen Sommertagen wunderbar erfrischen. Ich hoffe die Dekoration macht euch genauso viel Freue wie mir. Schickt mir gerne ein Bild von eueren nachgebackenen Rezepten.   

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

Erdbeerkuchen {Erdbeere / Marmelade / Mürbeteig / Vanille}

IMG_2154.JPG

Ein Klassiker unter den Erdbeerkuchen darf hier natürlich auch nicht fehlen. Ein krosser, mürber Boden, eine dünne Schicht fruchtige Marmelade und viele viele Erdbeeren. So muss der klassische Erdbeerkuchen für mich sein, fruchtig und ausnahmsweise auch mal mit etwas Schlagsahne serviert. 

Der Kuchen ist einfach in der Herstellung, er benötigt nicht viele Zutaten und schmeckt einfach nur wunderbar. Wenn die Erdbeeren dann auch noch selbst gepflückt sind....es gibt nichts besseres!

IMG_2155.JPG

Zutaten für den Boden

  • 220g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 120g kalte Butter
  • 60g feiner Backzucker
  • 1/2 Tl Vanilleextrakt
  • 1 kleines Ei
  • 2-3 El sehr kaltes Wasser
  • Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Zutaten für die Füllung

  • 2-3 El Erdbeermarmelade
  • 500g Erdbeeren
  • Tortenguss

Zubereitung

Aus zu den Zutaten für den Boden rasch einen Mürbeteig herstellen. Das funktioniert mit den Händen ganz wunderbar. Den Boden für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Den Mürbeteig rund ausrollen und eine Pie-Form damit auskleiden. Das Backpapier auf den Teig legen und mit den Hülsenfrüchten belegen. Das verhindert, dass der Boden beim Backen wellig wird. Den Boden für 15 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Die Form heraus nehmen und vorsichtig Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen. Die Hülsenfrüchte auskühlen lassen und in einem Glas lagern, man kann sie immer wieder verwenden. Den Teig nochmals für 5-10 Minuten goldgelb werden lassen. Den Boden kurz auskühlen lassen und aus der Form nehmen.  

IMG_2156.JPG

Den noch warmen Boden mit Erdbeermarmelade bestreichen und auskühlen lassen. Mit den geputzten und gewaschenen Beeren belegen und mit Tortenguss bestreichen. So bekommten die Früchte einen wunderschönen Glanz und halten etwas besser. Mit oder ohne Schlagsahne ein köstlicher Kuchen für das Kaffeestündchen, egal ob am Wochenende oder unter der Woche. Mit einer Kugel Eis, lässt sich aus dem Kuchen auch rasch ein herrlicher Nachtisch zaubern. 

IMG_2159.JPG

Habt eine köstliche Erdbeerzeit und lasst euch diesen Klassiker schmecken.

Eure Tine

Weihnachtsbäckerei

Weihnachtsplätzchen

Weihnachtsplätzchen

"In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei" ... und auch nicht selten eine riesengroße Kleckerei - dieser Liedtext (von Rolf Zuckowski) ist wirklich wie für uns gemacht! Pünktlich zum ersten Advent - und nach ein paar Tagen auch endlich auch auf meinem Blog - gibt es Familienplätzchen. Wie immer machen wir daraus ein Gemeinschaftsprojekt, an dem jeder nach seinen Fertigkeiten und Vorlieben mitwirkt und wir alle viel Spaß haben. 

Das Projekt für dieses Jahr: Zweifarbiges Sandgebäck und Spitzbuben - alles aus demselben Grundteig hergestellt. Den Basis-Mürbeteig habe ich dazu leicht abgewandelt, aber ansonsten bin ich wie im Grundrezept vorgegangen. Das Rezept stammt aus einem gefühlt uralten Rezeptbuch von Kölner Zucker (Pfeifer & Langen), nach dem schon meine Mutter in der Weihnachtszeit jede Menge gebacken hat.

Heute gibt es Spitzbuben und Sand-Spiralen

Heute gibt es Spitzbuben und Sand-Spiralen

Zutaten

  • 250g Mehl
  • 1 Tl Backpulver
  • 125g Butter (ich verwende gerne Joghurtbutter)
  • 70g Zucker
  • 1 Ei
  • ggf. etwas abgeriebene Zitronenschale
  • 1 Prise Salz
  • Marmelade, Gelee oder Karamellcreme für die Füllung der Spitzbuben
  • Lebensmittelfarbe (dunkel und goldfarben)
  • feine Zuckerperlen
  • Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung

Aus Mehl, Backpulver, Butter, Ei, Zitronenschale und Salz – wie im Basisrezept für Mürbeteig beschrieben – einen glatten Teig herstellen. Den Teig im Verhältnis 1/3 zu 2/3 teilen. Den größeren Teil vom Teig für die Spitzbuben in Frischhaltefolie gewickelt mindestens für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Spiralen aus Butter-Mürbeteig

Spiralen aus Butter-Mürbeteig

Die kleinere Teigmenge nochmals teilen. Dieses Mal sollten beide Teile annähernd gleich groß sein. Eine Hälfte mit der Lebensmittelfarbe (ich habe mich für violett entschieden) färben. Die zweite Hälfte hat bei mir ein bisschen flüssige Gold-Farbe bekommen. Die Farben jeweils sehr gründlich in die Teige einarbeiten – 1xHandschuhe sind hier empfehlenswert. Beide Teighälften auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche eher eckig als rund ausrollen und anschließend aufeinander legen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen und die Rolle anschließend in Zuckerperlen wenden. Die Rolle fest in Frischhaltefolie einrollen und für mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Mit Zuckerperlen gibt es einen hübschen Glitzereffekt

Mit Zuckerperlen gibt es einen hübschen Glitzereffekt

Für die Spiralen die Teigrollen aus dem Kühlschrank holen und die Frischhaltefolie entfernen. Die Rolle mit einem glatten scharfen Messer in ca. 5 mm breite Streifen schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Backofen bei 175°C Umluft ca. 8 Minuten backen. Die Spiralen sollten nur leicht Farbe bekommen.

Spitzbuben mit dunkler Beerenmarmelade

Spitzbuben mit dunkler Beerenmarmelade

Aus dem verbleibenden Teig (die größere Teigmenge) Plätzchen für Spitzbuben ausstechen. Ihr benötigt die gleiche Anzahl von Plätzchen mit einem Loch in der Mitte und solchen ohne Loch. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier vorbereitetes Backblech legen und ebenfalls für ca. 8 Minuten backen. Die Marmelade glatt rühren, ggf. nochmals etwas aufkochen, damit sie eine schöne dickflüssige Konsistenz hat und dann mit einen kleinen Löffel einen reichlichen Klecks in die Mitte der Plätzchen ohne Loch geben. Mit jeweils einem Plätzchen mit Loch belegen, ohne dass etwas von der Marmelade an den Seitenrändern herausläuft. Nachdem die Marmelade etwas angetrocknet ist, die Plätzchen mit Puderzucker bestäuben.

Mit nur einem Bissen sind die auch schon wieder verschwunden - sooo fein

Mit nur einem Bissen sind die auch schon wieder verschwunden - sooo fein

Die Plätzchen halten sich in einer luftdicht verschlossenen Metalldose zwischen Pergamentpapier geschichtet und kühl (nicht im Kühlschrank) aufbewahrt ca. 2-3 Wochen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken! Habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine